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ie Unzufriedenheit hat einen schlechten Ruf. Sie gilt als zersetzend, als Mangel an Dankbarkeit oder als chronische Verstimmung. Doch es lohnt sich, zwischen dem nörgelnden Überdruss und jener fruchtbaren, unruhigen Wachheit zu unterscheiden, die uns erst dazu bringt, die vertrauten Kulissen unseres Alltags zu hinterfragen.Dieses Ministry of Discontent ist kein Büro für Beschwerden, sondern ein Observatorium.
Der Bruch mit der Selbstverständlichkeit
Wenn wir den gewohnten Boden verlassen – sei es durch eine Stunde stiller Kontemplation, das Schreiben eines Verses oder den radikalen Schnitt eines Kontinentwechsels nach Südamerika –, zerbricht die automatische Deutung.
Plötzlich wird die Sprache wieder fremd und tastend. Die Steine der Straße haben ein anderes Gewicht. Die Gesichter der Passanten fordern uns auf, neu hinzusehen. In diesem feinen Unbehagen liegt der Ursprung jeder echten Beobachtung.
